Wir stärken klimaneutrale und sichere Mobilität für alle Verkehrsteilnehmenden. Damit alle Menschen die Freiheit und Möglichkeit haben, zu entscheiden, wie sie unterwegs sein wollen.
Wir wollen Bus und Bahn lokal und regional stärken. Dazu gehört unbedingt, die Bahnverbindung nach Aurich zu reaktivieren und dabei sinnvolle Haltestellen mitzudenken - auch zur Anbindung des Zentralklinikums. Wir wollen einen Klinikshuttle einrichten und bei den bestehenden Buslinien die Taktung verbessern. Zudem ist es uns wichtig, dass Barrierefreiheit an Haltestellen, Bordsteinen und Übergängen sichergestellt ist.
Zu einem modernen und starken ÖPNV gehört unserer Ansicht nach auch ein individuell angepasstes Angebot wie das Anrufsammeltaxi. Dieses wollen wir weiter stärken, denn es ermöglicht den Anschluss aller an ein zentrales ÖPNV-Netz.
Zur Stärkung der Innenstadt wollen wir nach dem erfolgreichen Vorbild anderer Städte samstags einen kostenfreien Busverkehr einführen. Die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen stärken wir dadurch, dass wir ihnen das das Jugendticket kostenfrei zur Verfügung stellen und den ÖPNV stärker am Alltag junger Menschen ausrichten — mit Anbindung an Jugendorte, Skateranlagen und Schwimmbäder. Die Bus-Fahrzeugflotte wollen wir bis spätestens 2035 klimaneutral machen. Bei der Neuanschaffung von Bussen werden Elektrobusse angeschafft.
Wir setzen uns für eine sichere, unterbrechungsfreie Fahrradinfrastruktur ein. Dies bedeutet die weitere Umsetzung des Masterplan 40% Radverkehr bis 2030, gut ausgebaute, gepflegte und sichere Radwege mit durchgängigen Achsen statt eines Flickenteppichs; dazu Fahrradstraßen und sichere Schulwege. Wir setzen uns ein für Fahrradschnellwege aus dem Emder Umland in die Innenstadt, die diesen Namen verdienen, statt der bisherigen Mogelpackungen. Fahrradschnellwege sind klar getrennt von anderen Verkehrsmitteln und Fußgängern und bieten durch ebene Fahrflächen einen hohen Fahrkomfort. Wir streben hierfür z.B. die Umwidmung der dritten Fahrspur in der Auricher Straße zu Fahrradschnellwegen an. Gefahrenpunkte für Fahrradfahrende und andere Verkehrsteilnehmende müssen identifiziert und entschärft werden, z.B. an Baustellen und in Kreuzungsbereichen wie am Wallende Herrentor. Wir setzen uns für mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an stark frequentierten Orten und Haltestellen ein; Teilbereiche der Parkhäuser sollen für Fahrräder reserviert werden.
Fahrradverkehr und Tourismus stärken wir durch den Ausbau und die Bekanntmachung von E-Bike-Ladestationen und Fahrrad-Service-Säulen.
Für einen sicheren, anwohnerfreundlichen und flüssigen Autoverkehr wollen wir den Ausweichverkehr durch die beruhigte Innenstadt anwohnerfreundlich lenken - mit Einbahnstraßen, Temporeduzierungen und Anliegerzonen für Durchfahrt und Parken. Für ein reines Durchqueren darf der angenehmste und schnellste Weg nicht durch Wohnquartiere oder die Innenstadt führen. Wir setzen uns für mehr Ladesäulen für E-Autos, eingebunden in das Parkraumkonzept, ein, und für Tempo 30 als Regel innerorts, mit Ausnahmen für zweispurige Hauptachsen, bei denen die Fahrradspur baulich getrennt ist.
Ebenso unterstützen wir Carsharing, Lastenrad-Ausleihen und Park&Ride Angebote. Nur mit all diesen verschiedenen Formen der Mobilität, von PKW bis Fußweg, gelingt es, alle Menschen abzuholen, sodass jede:r - egal ob in der Innenstadt oder in den Außenbezirken - gut angebunden ist.
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